Die Geschichte hinter RastiGate
Wie aus einem Raststättenkater unser Rasti wurde
1. Ein schwarzer Kater mit weißem Fleck
Manchmal beginnt etwas Großes mit einem einzelnen Kater an einer Autobahnraststätte. Als wir zum ersten Mal von ihm hörten, wussten wir noch nicht, welche Rolle er einmal in unserem Leben spielen würde. Alles, was wir wussten, war, dass an einer Autobahnraststätte ein schwarzer Kater mit einem weißen Fleck auf der Brust lebte. Und genau diese Zeichnung ließ uns aufhorchen. Denn aus dem Raum Erlangen wurde bereits seit langer Zeit ein Kater namens Nero vermisst, der ihm zum Verwechseln ähnlich sah.
Leider blieb ein Facebookaufruf erfolglos – keiner kannte oder vermisste ihn.
So beschlossen wir, der Sache selbst nachzugehen.
Da wir den Kater lediglich einmal persönlich antrafen, richteten wir zunächst eine kameraüberwachte Futterstelle ein. Wir wollten mehr über ihn erfahren. Hatte er vielleicht ein Zuhause? Gab es weitere Futterstellen? War er womöglich tatsächlich der vermisste Nero? Tag für Tag sichteten wir die Aufnahmen und lernten seinen Alltag immer besser kennen. Und dabei stellten wir fest, dass wir nicht die Einzigen waren, die neugierig waren.
Während wir glaubten, ihn aus sicherer Entfernung zu beobachten, beobachtete auch er uns längst. Oft wartete er schon in einigem Abstand und verfolgte ganz genau, was wir taten. Er hielt Abstand, aber er war da. Und offenbar freute er sich auf seine tägliche Versorgung.
Von Anfang an war uns eines wichtig:
Der Kater sollte nie etwas müssen.
Wir wollten ihn nicht auf uns prägen und ihn nicht zu etwas machen, was er vielleicht gar nicht sein wollte. Stattdessen versuchten wir, uns auf seine Zeit einzulassen. Wenn er Abstand brauchte, bekam er Abstand. Wenn er beobachten wollte, durfte er beobachten. Wenn er neugierig war, freuten wir uns. Und wenn er sich zurückziehen wollte, respektierten wir das.
Alles war möglich. Aber nichts musste.
2. Aus dem Raststättenkater wird Rasti
Irgendwann merkten wir, dass wir längst nicht mehr vom „Kater an der Raststätte“ sprachen. Ganz selbstverständlich war aus dem Raststättenkater inzwischen „Rasti“ geworden.
Woher der Name genau kam?
Wahrscheinlich war es einfach naheliegend. Und irgendwie passte er einfach. Damals ahnten wir noch nicht, dass dieser Name später weit mehr bedeuten würde.
3. Das Nammi-Lied
Schon damals entstand ein kleines Ritual. Eine befreundete Hundefrau hatte einmal zu uns gesagt: „Wenn Du einen entlaufenen Hund einfangen willst, sing ihm etwas vor. Dann hört er Deine Anspannung nicht aus der Stimme heraus.“
Warum sollte das nur für Hunde gelten? Und so beschlossen wir, unseren kleinen Raststättenkater nicht nur mit Futter, sondern auch mit unseren Stimmen vertraut zu machen. Nicht, um ihn an uns zu binden. Sondern um ihm zu zeigen, dass von uns nichts Bedrohliches ausgeht. Immer wenn es etwas besonders Leckeres gab, wurde gesummt, gepfiffen oder gesungen:
„Oh, was ist das hier fürs kleine Rastitier?
Ein NammiNammiNammi –
ich glaub, es ist ein Nammi.
NammiNammi für den Rasti.“
Damals ahnten wir noch nicht, welche Bedeutung dieses kleine Lied einmal bekommen würde. Aus einem spontanen Einfall wurde ein Ritual.
Und irgendwann hatten wir das Gefühl, dass Rasti sich nicht nur auf das Futter freute, sondern auch auf das, was dazugehörte. Vertraute Stimmen. Zugegeben – Gesangswettbewerbe hätten wir damit wohl eher nicht gewonnen.
Vertraute Abläufe.
Und ein kleines Lied.
4. Eine Frage, auf die wir keine Antwort hatten
Mit der Zeit fiel uns auf, wie genau Rasti seinen Tagesablauf einhielt. Seine Fressenszeiten waren erstaunlich zuverlässig. Wenn wir etwas verspätet waren, wartete er schon ungeduldig und suchte sofort seinen Napf auf, sobald wir wieder in sicherer Entfernung waren.
Und schon damals beschäftigte uns eine Frage:
Wie können wir diesen scheuen Kater auf einen möglichen Chip überprüfen, ohne ihn unnötigem Stress auszusetzen?
Eine Antwort darauf hatten wir damals noch nicht.
Doch eines war für uns klar:
Einfach einfangen, obwohl er vielleicht ganz in der Nähe ein Zuhause hatte, fühlte sich nicht richtig an. Denn falls Rasti tatsächlich ein Zuhause haben sollte, bedeutete das für ihn völlig unnötigen Stress. Ich verkündete Matthias also nebenbei beim Essen, wie praktisch es doch wäre, wenn man einen Chip einfach aus der Entfernung auslesen könnte, am besten so ganz nebenbei, so quasi im Vorbeilaufen. So etwas Sinnvolles muss es doch schließlich längst geben. Tat es aber nicht.
Zumindest kannten wir nichts Vergleichbares.
Immer dann, wenn mir etwas fehlt und es das einfach nicht gibt, landen meine Gedankengänge früher oder später bei Matthias. Nach über 25 gemeinsamen Jahren hat sich daran nichts geändert. „Geht nicht“ gibt es bei uns eigentlich nicht. Und Aufgeben war noch nie eine Option. Mit diesen Grundsätzen gehen wir seit vielen Jahren durchs Leben. Und wenn wir ehrlich sind, sind wir damit meistens ziemlich gut gefahren.
Natürlich gab es in all den Jahren auch Augenrollen und Kopfschütteln.
Und das Leben hatte durchaus die eine oder andere Überraschung für uns parat.
Gesundheitlich. Finanziell. Und manchmal auch einfach menschlich.
Was soll man sagen? We learned to dance in the rain.
Oder anders gesagt:
Wir haben gelernt, dass es wenig Sinn macht, auf Sonnenschein zu warten. Also werfen wir lieber das Krönchen weg, anstatt es ständig wieder gerade zu rücken, setzen den Cowboyhut auf, ziehen die Gummistiefel an und weiter geht’s. Dann eben als Rodeo durch den Schlamm!
Und genau an dieser Stelle begann die Geschichte von etwas ganz Besonderem, das wir heute RastiGate nennen. Und während ich noch darüber nachdachte, wie man dieses Problem wohl lösen könnte, setzte sich Matthias hin und begann, irgendetwas zusammenzubauen.
Handgefertigt. - Improvisiert. - Alles andere als perfekt.
Wir nannten es damals einfach unseren Auslesetunnel.
– Die Neros nennen es „Die Röhre“.
Und ganz ehrlich?
Wir hatten keine Ahnung, ob diese verrückte Idee überhaupt funktionieren würde. Doch dann kam der Moment der Wahrheit. Und zu unserer großen Überraschung funktionierte es tatsächlich. Der Tunnel konnte einen Chip auslesen.
Und zwar kontaktlos.
Auf Entfernung.
Während eine Katze einfach hindurchlief.
Wir konnten es kaum glauben.
An dieser Stelle möchten wir uns übrigens auch ganz herzlich bei unseren beiden Samtpfoten Mäusekind und Bobby bedanken.
Ihr wart wirklich hervorragende Produkttester und habt euch während der Testphase mit bewundernswerter Hingabe um sämtliche Leckereien im Tunnel gekümmert.
Selbstlos. - Aufopfernd. - Und stets im Dienste der Wissenschaft. Und in der festen Überzeugung, dass kein Leckerli dieser Welt ohne angemessene Aufsicht durchs Leben gehen sollte. Vielen Dank dafür.
Und plötzlich war aus einer spontanen Idee etwas geworden, das tatsächlich funktionierte.
Der erste RastiGate-Prototyp war geboren.
Natürlich kam der Tunnel sofort bei Rasti zum Einsatz.
Und auch hier zeigte uns unser kleiner Bub wieder, wie wichtig Geduld ist. Sein vertrauter Futternapf wanderte nicht von heute auf morgen in den Tunnel. Sondern Stück für Stück. Ganz in seinem Tempo. Und zu unserer Überraschung akzeptierte Rasti den Tunnel schon nach wenigen Tagen vollkommen selbstverständlich. Schließlich hatten wir Gewissheit. Rasti trug keinen Chip.
5. Der Winter
Dann kam der Winter.
Und eines Tages mussten wir mit ansehen, wie Rasti sogar gefrorenes Futter mühsam ableckte.
Spätestens da wussten wir: Jetzt müssen wir handeln.
Da wir seinen Tagesablauf inzwischen sehr gut kannten und Rasti seine Fressenszeiten fast auf die Minute genau einhielt, verlief die Sicherung überraschend unspektakulär.
Nach gerade einmal dreißig Minuten war es geschafft.
Und plötzlich war der Raststättenkater, den wir über Wochen und Monate beobachtet hatten, bei uns zu Hause.
Wie es sich gehört, stellte ich mich erst einmal persönlich vor.
„Hallöle, wir sind Yvonne und Matthias. Deine persönlichen professionellen Dosis (= Dosenöffner) der letzten Monate. Freut mich sehr.“
Als Rasti schließlich die Transportbox verließ, suchte er nicht etwa panisch das Weite.
Stattdessen blieb er zunächst stehen, blickte sich aufmerksam um und verschaffte sich erst einmal einen Überblick.
Ganz so, als wolle er prüfen, was seine beiden neuen Dosis da eigentlich für ihn vorbereitet hatten.
Und als er feststellte, dass alles offenbar seine Ordnung hatte, nahm er ganz selbstverständlich die für ihn vorbereitete Rückzugsmöglichkeit in Anspruch.
Auch das passte erstaunlich gut zu dem Kater, den wir bis dahin kennengelernt zu haben glaubten.
Vorsichtig. Überlegt. Und immer mit einer gehörigen Portion Würde.
Und obwohl wir glaubten, ihn längst zu kennen, wurde uns bewusst, dass wir uns nach all dieser Zeit eigentlich erst jetzt wirklich kennenlernen würden.
War er eine verwilderte Hauskatze? War er ein Schmuser?
War er wirklich der stolze, wenn auch schüchterne und vorsichtige Kater, den wir hinter all den Kamerabildern und Begegnungen zu erkennen glaubten?
Der stattliche schwarze Bub mit dem weißen Fleck auf der Brust und dem markanten Bluterguss im Auge, der ihn so einzigartig machte.
Es stellte sich erstaunlich schnell heraus:
Wir hatten ihn ziemlich richtig eingeschätzt.
Denn eine verwilderte Hauskatze? Nein! Das war unser Rasti überhaupt nicht.
Vorsichtig? Ja. - Schreckhaft? Durchaus.
Und neuen Dingen gegenüber zunächst skeptisch.
Aber wild oder verwahrlost? Ganz sicher nicht.
Nach so langer Vertrautheit durften wir uns plötzlich noch einmal ganz neu kennenlernen.
Und genau darin lag etwas ganz Besonderes.
Wir wussten nicht, was die Zukunft bringen würde.
Wir wussten nicht, ob er jemals Vertrauen fassen würde.
Wir wussten nicht, ob er bleiben wollte.
Und wir wussten nicht, dass dieser kleine schwarze Kater mit dem weißen Fleck auf der Brust unser Leben verändern würde.
Aber eines wussten wir ganz sicher:
Von nun an würde er nicht mehr alleine durch den Winter müssen.
6. Ein langsames Blinzeln und große Ideen
Während Rasti nun langsam begann, Vertrauen zu fassen und ich mit unserer Auslesestation mehr als zufrieden war, hielt ich die Sache bereits für eine kleine Revolution.
Ich las Rasti täglich Geschichten vor, führte Tagebuch über seine Entwicklung und war ehrlich gesagt so richtig zufrieden mit uns und der Welt.
Und Rasti?
Der hatte seine ganz eigene Art, uns zu zeigen, wenn etwas für ihn in Ordnung war.
Ein langsames Blinzeln.
Dieses langsame Blinzeln wurde im Laufe der Zeit zu unserer ganz eigenen Sprache.
Ich drängte ihn nicht.
Er musste nichts.
Und immer dann, wenn etwas seine Zustimmung fand, bekam ich mein langsames Blinzeln.
Ganz so, als würde er sagen:
„Ja, das passt schon so.“
Während ich sein Essen vorbereitete, durfte natürlich auch das Rasti-Lied nicht fehlen.
Und wenn ich ihm dabei etwas von meinem Tag erzählte, hörte er aufmerksam zu.
Zumindest bildete ich mir das ein.
An den Wochenenden zog sogar mein Büro mit ein.
Bewaffnet mit Laptop, Akten und einer Tasse Kaffee erledigte ich den anfallenden Papierkram einfach in seinem Zimmer.
Und während ich arbeitete, leistete mir Rasti von seiner Fensterbank aus Gesellschaft.
Manchmal war er dabei so entspannt, dass er ganz vergaß, seinen Sicherheitsabstand einzuhalten.
Und so kam es nicht selten vor, dass ich plötzlich einen kleinen Pfotenabdruck im Ohr mit leichter Schnurr-Vibration bemerkte.
Offensichtlich hatte sich unser kleiner Bub im Eifer des gemütlichen Beisammenseins ein wenig verschätzt.
Und ganz ehrlich?
Ein besseres Zeichen für Vertrauen hätten wir uns kaum wünschen können.
Während oben Geschichten vorgelesen, Tagebücher geschrieben und langsame Blinzler ausgetauscht wurden, sah Matthias die Sache mit unserer Auslesestation naturgemäß etwas anders.
Ich war zufrieden.
Matthias war der Meinung, dass da noch mehr gehen müsste.
„Wie wäre es denn“, überlegte er, „wenn man nicht nur einen Chip auslesen könnte, sondern gleich die Möglichkeit hätte, genau diesen einen Nero auch einzufangen, wenn er schon einmal da ist? Natürlich ferngesteuert.“ – Selbstverständlich, was auch sonst???
Ich beschloss daraufhin, dass mein Mann jetzt endgültig übergeschnappt war.
Matthias ließ sich von dieser Einschätzung allerdings nicht sonderlich beeindrucken und verschwand für längere Zeit im Keller, wo getüftelt, gebastelt und programmiert wurde.
Wie so oft ließ mich seine Idee aber auch nicht mehr los.
Und üblicherweise haben meine Gedankengänge die unangenehme Angewohnheit, sich morgens gegen halb drei selbstständig weiterzuentwickeln.
Was wäre denn, wenn man sich nicht nur einen bestimmten Chip aussuchen könnte?
Was wäre, wenn man gezielt nur ungechippte Katzen sichern könnte? Das wäre doch eine echte Sensation für den Tierschutz, der so händeringend versucht, das Leid der Straßenkatzen in der ganzen Welt einzudämmen.
Wenn nicht immer dieselben fünf Katzen in die Falle gehen, während Nummer sechs vielleicht unkastriert bleibt, sich weiter vermehrt und niemals eine Chance auf Hilfe bekommt, nur weil sie vorsichtiger oder langsamer ist?
Wie viel Stress könnte man Tieren ersparen?
Und wie vielen Katzen könnte man vielleicht überhaupt erst helfen?
Diese Gedanken ließen mir keine Ruhe und konnten nicht bis nach Feierabend warten.
Also griff ich kurzerhand auf der Arbeit zum Telefon und rief Matthias an.
Ich war fest davon überzeugt, ihn damit vor eine unlösbare Aufgabe zu stellen.
Matthias hörte sich alles an und antwortete mit seiner gewohnt entspannten Art:
Ganz ehrlich? - Programmier´ ich mit rein???
Nach über 25 gemeinsamen Jahren hätte mich diese Antwort eigentlich nicht mehr überraschen dürfen.
Und so nahm die Geschichte von RastiGate weiter ihren Lauf.
Während ein schwarzer Kater mit weißem Fleck auf der Brust langsam lernte, seinen Dosis zu vertrauen, entwickelte sich im Keller Stück für Stück das, was wir heute RastiGate 3.0 nennen.
Und wenn wir ehrlich sind, hatten wir damals noch keine Ahnung, wohin uns diese Reise einmal führen würde.
7. Ein doppeltes Happy End
Was aus all den Gedanken, den schief gesungenen Nammi-Liedern, den langen Gesprächen, den halbdrei-Uhr-Ideen und unzähligen Stunden im Keller geworden ist, kann heute jeder sehen.
Ein Produkt, für das mittlerweile vier Schutzrechte beim Deutschen Patent- und Markenamt angemeldet sind. Und ganz ehrlich?
Wir wissen selbst nicht so recht, wie wir es nennen sollen.
Das Wort „GameChanger“ wird heutzutage ziemlich inflationär benutzt.
Aber genau das ist RastiGate für uns. Nicht, weil es ein Produkt ist.
Sondern weil es das Potenzial hat, Tieren unnötigen Stress zu ersparen und dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird.
Mehr als ein halbes Jahr später verrichtet Tunnel Nummer 1 noch immer zuverlässig seinen Dienst in Erlangen.
Und irgendwie macht uns der Gedanke glücklich, dass der kleine Tunnel, der ursprünglich für Rasti gebaut wurde, bis heute dort hilft, wo er gebraucht wird.
Der Prototyp wird bei einem befreundeten Tierschutzverein in unserer Nähe auf Herz und Nieren getestet und dabei ganz bestimmt nicht geschont. Und genau so soll es sein.
Denn beide dürfen zeigen, was in ihnen steckt.
Und genau dafür hat Matthias all seine Fähigkeiten, seine Leidenschaft und jede einzelne freie Minute der vergangenen Monate investiert.
Nicht, um irgendein Produkt auf den Markt zu werfen. Sondern um einen treuen Partner für den Tierschutz zu schaffen.
Einen Partner, der zuverlässig und über viele Jahre hinweg seinen Dienst verrichtet.
Einen Partner, auf den man sich verlassen kann. Auch wenn Tunnel Nummer 1 und der Prototyp irgendwann ihren Weg zurück nach Hause finden werden, um ihren wohlverdienten Platz in einer Vitrine einzunehmen, haben wir beschlossen, dass sie vorher noch richtig arbeiten dürfen.
Denn genau dafür wurden sie gebaut.
Und irgendwie gab es sogar ein doppeltes Happy End.
Unser kleiner Rasti hat inzwischen seine Menschen gefunden.
Ganz ehrlich? Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass er für immer bei uns bleibt.
Aber wie so oft hatte unser kleiner Bub seine ganz eigenen Vorstellungen vom Leben.
Und die beinhalteten offensichtlich keinen Bruder Bobby und auch kein Mäusekind.
Denn so sehr wir ihn lieben, zeigte uns Rasti ziemlich deutlich, dass er sein Reich lieber als Einzelprinz regieren möchte. Und genau das hat er verdient.
Menschen, die ihn lieben. Ein Zuhause, in dem er ganz er selbst sein darf.
Und ein eigenes kleines Königreich.
Als sich dann auch noch ganz besondere Menschen meldeten, die bereit waren, ihm genau das zu schenken, hatten wir schnell das Gefühl: Vielleicht sind DAS seine Menschen.
Und manchmal bedeutet Liebe eben auch, jemanden loszulassen und ihm seinen eigenen Weg zu gönnen.
Aus der geplanten Probezeit wurde schließlich ein Zuhause für immer. Pflegemami Heike machte schon bald unmissverständlich klar: Unser Goldstück wird nicht mehr hergegeben.
Nach einem kleinen Schreck, als Rasti seine neuen Menschen mit einem ausgiebigen Freigang ganz schön in Atem hielt, hat sich inzwischen alles wunderbar eingespielt.
Heute genießt er sein Leben als geliebter Einzelprinz und ist längst ein festes Mitglied seiner neuen Familie.
Besonders schön ist für uns, dass wir weiterhin an seinem Leben teilhaben dürfen. Regelmäßig erreichen uns Fotos und kleine Geschichten aus seinem Alltag – und jedes einzelne Update zeigt uns aufs Neue, dass unser kleiner Bub genau dort angekommen ist, wo er hingehört.
Ehrlich gesagt hätten wir uns für Rasti kein schöneres Happy End wünschen können.
Und eines ist ganz sicher:
Egal, wohin ihn sein Weg noch führen wird – unser kleines Rastitier wird immer einen festen Platz in unserem Herzen haben.
Und das wird sich niemals ändern.
Vielleicht ist genau das das Schönste an dieser Geschichte.
Dass aus einem schwarzen Kater mit weißem Fleck auf der Brust, einem langsamen Blinzeln, schief gesungenen Nammi-Liedern und einem kleinen positiven Knall etwas entstanden ist, das wir uns damals niemals hätten ausmalen können.
Und wenn uns heute jemand fragt, wie RastiGate entstanden ist, dann lautet die Antwort:
Mit Geduld. Mit Vertrauen. Mit einer gehörigen Portion Cowboyhut.
Und mit einem kleinen Rastitier, das uns gezeigt hat, dass die schönsten Dinge im Leben manchmal einfach ihre Zeit brauchen.
Danke, Rasti. Für alles.














